Ein- und Nachstellen von Trommelbremsanlagen
Ein vorab: Arbeiten an der Bremsanlage sollten nur vom Fachmann
und mit äußerster Präzision und Überlegung ausgeführt werden. Jede unsachgemäße
Handlung kann ihre Gesundheit und die ihrer Mitfahrer gefährden. Lassen Sie
deshalb wichtige Wartungsarbeiten immer vom Fachmann oder einer Werkstatt durchführen.
Die hier vorgestellten Arbeitsanweisungen haben rein informativen Charakter.
Das Einstellen der Trommelbremsen für Modelle ab 1967 mit Kurbellenkervorderachse
erfolgt in mehreren Schritten. Die Tätigkeiten sind an jedem Rad einer Achse
durchzuführen. Die Einstellarbeiten können nur dann erfolgreich sein, wenn
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Wie im obigen Bild gezeigt, werden die Einsteller an der Verzahnung mit einem
ca. 6 mm breitem Schraubenzieher solange verdreht, bis sich das Rad nicht mehr
von Hand drehen läßt, da die Beläge an der Trommel anliegen. Dann folgt ein
Lösen um ca. 3 Verzahnungen (Rasten), bis das Rad sich wieder leicht drehen
läßt und die Beläge nicht mehr schleifen. Wenn die Bremsbeläge neu sind, ist
es nicht selten der Fall, daß die Beläge in den Trommeln leicht schleifen, weil
die Laufbahnen der alten Beläge von den neuen minimal abweichen. Ist dies der
Fall, muß man die Bremsbacken weiter zurückstellen bis kein Schleifgeräusch
mehr zu hören ist. Ein wenn auch nur leichtes Schleifen kann die Bremstrommel
bis zum Glühen bringen und sogar die Felge beschädigen. An der Hinterachse ist
der Drehwiderstand der Räder natürlich etwas höher, da das Differentialgetriebe
mitgedreht werden muß.
Ein Anschrägen der Beläge im Winkel von 45 Grad auf ca. 2 mm Länge kann Bremsenrubbeln
vermeiden, ist aber nicht unbedingt erforderlich.
Die Drehrichtung der Nachstellmutter ist von Rad zu Rad unterschiedlich. Stellen
Sie sich eine Schraube mit Mutter vor. Bei festgehaltener Nachstellmutter würde
man die Nachstellschraube, auf der der Bremsbacken gelagert ist, nach links
drehen müssen (Schraube dreht heraus), um den Belag fester an die Trommel zu
drücken. Da man jedoch die Nachstellschraube nicht drehen kann sondern nur die
Nachstellmutter muß man diese folglich in die entgegengesetzte Richtung,
also nach rechts drehen, um den Belag enger anliegen zu lassen. Diese Betrachtung
kann man für jeden Einstellpunkt an jedem der Bremsbacken wiederholen. Mit einiger
Übung klappt auch das Herausfinden der richtigen Drehrichtung. Der Schraubenzieher
dient dabei als Hebel und stützt sich am Schauloch der Bremsträgerplatte ab.
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/1/ H. R. Etzold: "So wird's gemacht, VW Käfer ab Sept. '60", Delius Klasing Verlag Stuttgart