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Serienausführungen |
CroMoly-Pleuelstangen für Renneinsatz (CB Performance Super Race Rod) |
VW verwendet für die Serienpleuel eine unlegierte Kohlenstoff-Stahllegierung im Gesenkschmiedeverfahren, da dieses Bauteil hohen Zug- und Druckkräften durch Gas- und Massenkräfte unterworfen wird. Der Pleuelschaft ist H-förmig geschmiedet. Große Radien verbinden den Schaft mit dem Pleuelauge (Kolben) und dem Pleuelkopf (Kurbelwelle). Der Pleuelkopf ist gerade geteilt ausgeführt, um eine Montage auf einer ungeteilten Kurbelwelle zu ermöglichen. Das Pleuelauge ist stets geschlossen.
Ein Pleuellagerdeckel ist mit dem Pleuellagerfuß mittels Durchsteckschrauben verbunden. Diese Schrauben werden von der Pleuelaugenseite verschraubt, um einen großen Freigang zum Kurbelgehause zu erreichen.
Die Pleuelgewichte dürfen sich bei den Pleueln eines Motors nur um 5 Gramm unterscheiden. Die Pleuellänge (Mitte Auge zu Mitte Kopf) beträgt vom 1300 cm³ - Motor aufwärts 137 mm. In Zusammanhang mit der Serienkurbelwelle (69 mm Hub) ergibt dies ein Pleuelstangenverhältnis von 1,98. Das Kurbelwellenlager hat einen Durchmesser von 55 mm.
Das Pleuelstangen- oder Schubstangenverhältnis ist hier definiert als der Quotient aus Pleuellänge (Mitte Auge zu Mitte Kopf) dividiert durch Kurbelwellenhub. Das Pleuelstangenverhältnis steigt also mit zunehmender Pleuellänge oder kleiner werdendem Hub. Bei einer Vergrößerung des Pleuelstangenverhältnisses und konstantem Hub
Ein größeres Pleuelstangenverhältnis (z.B. durch ein längeres Pleuel) läßt
nach der Kinematik des Kurbeltriebs die mittlere Kolbengeschwindigkeit geringfügig
absinken. Dadurch und durch kleinere Seitenkräfte auf den Kolben werden Kolbenringe
und Zylinderwände geschont. Anderesseits füllen sich die Zylinder während des
Ansaugtaktes langsamer mit Frischladung. Bei höheren Drehzahlen wird dieser
Füllungsnachteil jedoch wieder ausgeglichen. Deshalb liegt das Leistungsmaximum
eines solchen Motor tendenziell bei etwas höheren Drehzahlen.
Ein vergleichsweise kurzes Pleuel läßt mit einer geringfügig höheren Kolbengeschwindigkeit
die Zylinder "schneller" füllen, so daß mehr Leistung bei niedrigen Drehzahlen
ansteht. Der Drehzahlbereich eines solchen Motors ist dann nach oben durch Strömungsverluste
eher eingeschränkt.
Drag Race Motoren verwenden daher lange Pleuel, da sie bei hohen Drehzahlen gefahren werden während bei Drehmomentmotoren (Bergrennen, Rallye, ...) eher Serienpleuellängen zum Einsatz kommen. Die Möglichkeiten einen Motor über das Pleuelstangenverhältnis abzustimmen sind jedoch gering, weil die verfügbaren Pleuel in der Praxis nur eine Längenänderung von ca. 7% zulassen (siehe Tabelle unten).
Pleuel für leistungsgesteigerte Motoren müssen folgende Anforderungen erfüllen:
Serien-Pleuel mit rund bearbeitetem Deckel (ab 74 mm Hub erforderlich) |
Auswahl einiger Tuning-Pleuelstangen:
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Kurbelwellenseite |
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GB 193VW-5352, Carillo Rod (Rennen) |
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GB 193VW-5400, Carillo Rod (Rennen) |
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GB 193VW-5500, Carillo Rod (Rennen) |
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aufgebohrt auf 55 mm |
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Für sogenannte "Chevy-Pleuel" mit 50,8 mm (2 Zoll) Durchmesser des Kurbelwellenauges sind speziell abgestimmte Kurbelwellen ab 84 mm Hub mit 51 mm Chevy-Kurbelwellenzapfen im Handel erhältlich. Gene Berg Enterprises, (USA) erachtet diese Kurbelwellen als wenig geeignet, da zu schwach im Kurbelzapfendurchmesser. Porsche 912 Pleuel weisen eine Breite des Kurbelwellenlagers von 20,0 mm auf während VW Serienpleuel 22,7 mm messen. Rennpleuel, wie z.B. Super Race Rods oder Carillo Rods bestehen i.d.R. aus geschmiedetem Chrom-Molybdän-Stahl (US-Werkstoffnummer 4310) bestehen
Pleuelschrauben sind in mehreren Qualitäten erhätlich und sollten den verwendeten Pleuelstangen und dem Einsatzzweck angepaßt sein.